Transport!  
Tuesday, 07.May 2013, 08:29
Posted by Natalie
Da sind eigentlich zwei Fragen drin: Wie kommen wir (und all unser Zeug) nach Orkney und wieder zurück – und wie können wir uns in Orkney bewegen.
Frage zwei hat sich unterdessen teilweise erledigt, weil sich M&J gewünscht haben, mit uns nicht nur das Haus, sondern auch das Auto zu tauschen. Anfänglich hatten wir unsere Bedenken, da dies weitere Möglichkeiten für Komplikationen (und Desaster) mit sich bringt, aber unterdessen haben wir uns mit der Idee angefreundet – und werden wohl im Herbst ein Auto kaufen, das wir dann tauschen können! Und wir hoffen, dass uns dort ein Auto genügt! Auch hoffen wir aufs Velo fahren, obwohl uns jemand erzählt hat, dass sie das Velo weggeräumt hat, als sie realisiert hat, dass sie oft auch abwärts stark pedalen muss, um vom Fleck zu kommen (Wind sei dank)... We will see...
Durch den Auto-Tausch hat sich jetzt eine gute Option für unsern Grosstransport geöffnet: Wir könnten mit unserem Auto – und unserem ganzen Gepäck nach Orkney fahren, das Auto dort leeren und dann M&J übergeben, die es mit ihren Sachen füllen und wieder zurück in die Schweiz fahren.
Diese Option ist im Moment unsere Favoritin (Alternative wäre, dass wir alle mit dem Flugzeug fliegen, und extra bezahlen, um ein zweites Gepäckstück mitzunehmen. Das gäbe dann acht Stück a 20kg. Aber wenn man bedenkt, dass wir wohl alle zwei oder drei Jacken brauchen, die schon mindestens einen Koffer füllen, dann verschiedene Schuhe, Hosen, Pullover, Schneeanzüge, .... haben wir grosse Zweifel, ob acht Köffer wirklich auch nur im mindesten reichen könnten...)
Für die Option fahren gibt es die Varianten mit oder ohne Kinder fahren. Ohne Kinder könnten wir viel mehr Sachen ins Auto packen – und die Fahrt wäre auch einfacher – und die Kinder könnten nochmals zusätzliche Gepäckstücke mitnehmen, wenn sie ein paar Tage später mit dem Flugzeug kämen. Die mögliche Schwierigkeit dieser Version ist einfach, dass der Reisetag für die Kinder im dümmsten Fall etwas schwierig sein könnte. Eine Option wäre für sie das begleitete Fliegen, das anscheinend sehr gut ist, und wohl auch ok wäre, falls es kein Zwischenfall gäbe. (Nach unserem problemlosen Hinflug dachten wir, diese Version sei die perfekte! Nach dem zwischenfallreichen Rückflug sind wir uns nicht mehr ganz so sicher...) die andere Version ist, dass zB der Grandad als Begleitperson mitfliegen würde.

Da stecken wir im Moment – und wer weiss, vielleicht habt ihr noch eine Idee?

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Warum Orkney? 
Friday, 03.May 2013, 08:24
Posted by Natalie
Heute wage ich mich an das spannende Thema: „Warum Orkney?“ Das ist eine der häufigsten Fragen, die uns gestellt werden. Von einer Hälfte der Leute sehr interessiert, von der andern Hälfte eher ungläubig und mit einem Blick, der verrät, dass der Frager mit seinen Augen unsern Kopf absucht, um die lockere Schraube zu finden ...

Schon als wir 2011 unsere Schottlandreise planten und uns zum ersten Mal über Orkney informierten, sagten wir zu einander: „Wow, das könnte so ein Ort sein, wo man hängen bleiben könnte!“ Leider ist Orkney (im Sommer) ein teures Pflaster für Touristen und so planten wir nur drei Tage dort –und verliebten uns gleich Hals über Kopf in den Ort! Als wir mit der Fähre wieder südwärts fuhren wussten wir, dass wir bestimmt zurückkehren würden!
Es gibt so viele historische Stätten, aber im Gegensatz zu Stone Henge und anderen ähnlichen Orte, sind viele in Orkney frei begehbar! Es ist ein unglaubliches Gefühl ganz alleine durch die Ruinen eines piktischen Dorfes zu laufen und zu wissen, dass hier schon vor 1000 Jahren Leute tanzten, gingen, fischten und gemütlich zusammen sassen.

Einer meiner liebsten Orte ist der Brough of Birsay, auf dem zuerst die Pikten (ca 600 nChr) waren, dann die Vikinger und im 11. Jahrhundert wurde ein Kloster gebaut.



Aber nicht nur die Ruinen und das unglaubliche Gefühl, durch die Geschichte zu laufen sind es, die mich immer wieder auf den Brough locken, sondern auch die Vögel! Im Sommer 2011 sahen wir da unzählige Papgeientaucher (Puffins) aber dieses Jahr waren wir dafür noch etwas zu früh.



Trotzdem waren wir zweimal da, lagen im Gras, zuoberst an den Klippen und beobachteten all die Vögel und die Wellen (und hofften vergebens, schon einen ersten Puffin zu sehen...)



Solche Broughs (ausgesprochen „Broch“) gibt es auf Orkney einige, die korrekte deutsche Übersetzung ist eine „Gezeiteninsel“. Das bedeutet, dass man nur herübergehen kann, wenn Ebbe herrscht. Die Gezeiten bestimmen die Öffnungszeiten, was eine hervorragende Voraussetzung für Vögel (und Hasen) ist, die die viele lange Ruhezeiten geniessen!

Ich könnte eine unendliche Liste anfügen mit tollen Orten auf „unseren Inseln“, aber da seid ihr mit einem Reiseführer besser bedient! Diesen Frühling waren wir für 10 Tage da, und dachten, dass wir diesmal ja soo viel Zeit hätten, dass wir bestimmt vieles „abhaken“ könnten. Aber weit gefehlt! Je mehr Zeit man da verbringt, desto mehr spannende Sachen sieht man, die man auch noch erforschen möchte. Und wir haben noch keinen einzigen Ort gefunden, von dem wir dachten: „Ok, das war ganz ok, aber ein zweites Mal müssten wir da nicht mehr hin.“ Überall dachten wir: „Oh, schade, dass wir nur eine Stunde / einen halben Tag / ... hier hatten – da kommen wir wieder, nächstes Mal länger!“

Ui, ich sehe gerade, dass ich schon wieder recht viel geschrieben habe, und dabei wollte ich mich diesmal etwas kürzer halten, ... und dabei habe ich noch gar nicht berichtet vom unglaublichen Wetter! Von der Freude, wenn die Sonne scheint und die Insel verzaubert! Vom Wind, der so gut riecht, die Wäsche im Nu trocknet, die Haare verstrubbelt; vom Regen, der dann aber meist gleich wieder vorbei ist, von den Regenbögen, den Wolken – und immer wieder vom Wind, den wir so lieben!

Ach ja, und dann die Menschen, die ... aber davon werde ich ein anderes Mal berichten müssen. Und vielleicht auch nicht, eigentlich möchten wir ja, dass Orkney ein Geheimtipp bleibt ;o)

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Erster Orkney Blog Eintrag! 
Tuesday, 23.April 2013, 21:21
Posted by Natalie
Juhui, mein erster Blog! Wir wissen noch nicht mal wo und wie veröffentlichen, aber irgendwie fanden wir die Idee von einem Blog einfach am besten, um alle Interessierten auf dem Laufenden zu halten in Bezug auf unser grosses Abenteuer.

Abenteuer? Wer? Wie? Wo? Was? Also, für alle, die nicht wissen, worum es geht (oder nur Teile davon) hier eine kurze Zusammenfassung: Im Dezember 2013 packen wir unsere sieben Sachen (oder Koffer – oder vielleicht noch mehr Koffer? Im Moment überlegen wir uns, ob wohl 10 Koffer genug Platz bieten!! Aber darüber ein anderes Mal mehr!) Also, im Dezember 2013 packen wir viele unserer unzähligen Sachen und reisen nach Schottland. Orkney, um genau zu sein. (Wie reisen wir dahin? Das ist dann wieder ein ganzer Eintrag, irgendwann... Aber eben, ich schweife ab...) Wir reisen nach Orkney, das ist eine Inselgruppe nördlich von Schottland, und ziehen dort ins Haus von M&J ein, die sich netter- und mutigerweise dazu bereit erklärt haben, mit uns für sechs Monate das Haus zu tauschen. (Auch mit dem „Haus-tausch-partner-suchen“ liessen sich ganze Bücher – naja, oder zumindest Heftli – füllen, aber wir freuen uns riesig, dass wir Leute gefunden haben, die nicht nur Lust haben, dieses Abenteuer mit uns zu wagen, sondern auch noch ein Häuschen haben, in das wir uns alle vier gleich verliebt haben!)

Die Kinder werden dort zur Schule gehen, Matt wird für seine IT-Firma hier zu ca 60 % weiter arbeiten können, und somit kommt auch etwas Geld rein und was ich mache, steht noch in den Sternen. (Ich merke gerade, dass ich schon zum jetztigen Zeitpunkt fast ein ganzes Buch schreiben könnte, dabei stehen wir ja erst in den ersten Vorbereitungsphasen... und von unseren lustigen (naja, im Nachhinein...) Telefonaten mit den Ämtern habe ich noch gar nicht begonnen...)

Wir sind also im April für 10 Tage nach Orkney gereist, zum „rekognoszieren“ und trafen dort zum ersten mal M&J, die wir über’s Facebook kennengelernt hatten. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, und uns Schweizern war auch gleich klar, dass wir mit ihnen gerne tauschen würden. Sie baten aber um zwei Tage Bedenkszeit, was wir ihnen zugestanden.

Das war nicht so einfach, und in dieser Zeit begannen die meisten Sätze mit „Wenn sie zustimmen würden ...“ In dieser Zeit gingen wir noch ein Mietshaus anschauen. Dieses wäre viel zentraler gelegen, mitten in Stromness, der zweitgrössten „Stadt“, aber halt sehr kühl und unbewohnt, auch wenn uns die vier Schlafzimmer (im Gegensatz zu den nur zwei bei M&J) sehr verlockend vorkamen. Endlich, endlich war der Tag gekommen und wir konnten zu M&J zurückkehren, wo sie uns mitteilten, dass sie mit uns tauschen würden – juhui!



Unsere Freude war riesengross! Wir besiegelten den Deal mit einem lokalen Wein (nein, nicht aus Trauben, aber vielen andern Beeren) und einem Spaziergang durch die Nachbarschaft, wo wir schon erste Nachbarn kennenlernten.

Am nächsten Tag besuchten wir die Schule, die Nanouk & Maleah dann besuchen werden. Wir wurden so herzlich willkommen geheissen, dass wir kaum mehr gehen wollten! Kinder aus den zukünftigen Klassen unserer Kinder kamen mit uns auf einen Schulrundgang und nahmen sie dann auch gleich mit in die Pause. Wir kauften auch gleich schon die Schulpullover, die da nicht obligatorisch sind, aber von den meisten Kindern getragen werden.



Wir haben abgemacht, dass die Kinder nach den Sommerferien der Klasse Briefe schreiben werden. Da freuen wir uns schon darauf.

Und dann war es schon wieder Zeit zurückzukehren in die Scheiz, mit zwei weinenden Augen – aber frohen Herzens, weil wir ja in etwa 8 Monaten schon zurück sein werden.

So, ich sehe gerade, dieser erste Eintrag ist etwas lange, die nächsten werden hoffentlich etwas kürzer, aber da es der erste war, gab es auch so viel zu erzählen!

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