Inselhopping - Teil 2 
Wednesday, 09.April 2014, 16:52
Posted by Natalie
Und wieder gibt es viel zu berichten! Wir sind kurz zu Hause zum auspacken, waschen, wieder einzupacken und vom Auto und Fähre aufs Flugzeug (und vielleicht Velo) umzusteigen...
In den letzten sechs Tagen haben wir drei neue Inseln besucht und soo viel erlebt, dass ich wohl eine Woche lang davon erzählen könnte! Aber mal schön der Reihe nach:
Am Donnerstag nahmen wir die Fähre nach Stronsay, wo wir für zwei Nächte im Stronsay Hotel eingebucht waren. Die Fähre kommt in Whitehall an, einem schmucken Dörfchen:


Kaum waren wir da, wurden wir informiert, dass es viele junge Lämmchen auf der Insel gäbe. Nach einem feinem Znacht, einem guten Schlaf, einem Schottischen Frühstück fuhren wir dann auch gleich los, die Lämmchen zu suchen. Und wirklich! Ein riesiges Feld voller Lämmchen, die vor Freude am Leben durch die Luft hüpften! So süss! Das Lieblingslamm unserer Kinder war das, das voller Freude auf seine Mutter hüpfte! Natürlich gab es auch hier ganz tolle Klippen, Bögen und einfach wunderbare Orte zum sein:


(Und auch diesmal lohnt es sich bestimmt, Matt’s englischen Blog zu lesen, der euch genauer von den Orten berichtet: Unglaublicherweise haben Nanouk, Maleah und ich soeben versucht, uns genau zu erinnern, wo wir was gesehen haben, und alles verschwimmt ein bisschen in unseren Erinnerungen. Dafür haben wir jeweils Matt’s Hirn, das alles genau speichert. Aber er sitzt oben und schreibt am Englischen Blog :o)

Und dann war es schon Zeit auf die nächste Insel zu hoppen: Sanday. Und der Name ist Programm: Alles voller Sandstrände! Unglaublich! Aber, wie auch auf fast allen Inseln, gibt es zuerst historisches zu entdecken: Ein Cairn (ein Grab) aus dem dritten Millenium BC! Und auch hier mussten wir durch Weiden laufen und über Zäune klettern um dahin zu gelangen. Aber auch dieser war beeindruckend! Nach einem (wieder sehr schmackhaften) Picknick im Sonnenschein gingen wir zu den Sanddünen! Zum Glück hatte uns eine Nachbarin geraten, Plastiksäcke mitzunehmen, und eine andere hatte uns ihre Plastikbobs mitgegeben! Und so genossen wir einen Nachmittag wie aus dem Bilderbuch: Sanddünen schlitteln, sünnelen und das barfuss und ohne Jacke!


Dann war es Zeit unser B&B aufzusuchen. Es ist das töllste B&B das wir bis jetzt besucht haben. Es nennt sich „Luxury B&B“ und das ist es auch wirklich. Auch wenn wir wieder einen Family Room reserviert hatten, so hatten wir doch zwei Zimmer, beide mit eigenem Badezimmer und einem wunderschönen Raum mit vielen Fenstern für unsere Mahlzeiten, Robbenbeobachtungen und das Ausspannen zwischendurch. (Die Eule, die oft da ist, zeigte sich nur Matt beim joggen, aber zum Glück sahen wir in Eday einige.) Da hatten wir auch die beste Dusche auf britischem Boden, und konnten erst noch für den nächsten Tag ein Luxus-Picknick bestellen! Wunderbarst!
Am Sonntag besuchten wir noch weitere Strände und Klippen und dann war es schon wieder Zeit für die Fähre: Eday stand auf dem Programm. Auch wenn Eday weder die tollsten Strände, die höchsten Klippen oder die spektakulärsten Gräber hat, so hatten wir hier doch zwei unglaubliche Highlights:
1) Jenny The Ranger! Wir hatten sie angefragt, ob sie uns etwas von der Insel zeigen könnte, und verbrachten fast zwei volle Tage mit ihr! Sie zeigte uns unter anderem, wo man die tollsten Muscheln findet, unter anderem die Groatie Buckies, die sehr selten sind, aber Glück bringen! Und da wir gleich acht gefunden haben fragen wir uns, ob es möglich sein wird, noch mehr Glück zu haben! Und sie führte uns zu den Lieblingsorten des Otters, den wir leider noch immer nicht gesehen haben - aber immerhin viele Spuren und ein Kot. Auch durften wir ihre Schädelkollektion bewundern und sie zeigte uns unglaublich viele Vögel und Pflanzen.


Highlight 2) Die Farm unserer ehemaligen Babysitterin, deren Kühe mitten im kalben sind, und deren Eltern sich viel Zeit für uns nahmen. Wir durften die jungen Kälbchen besuchen (das jüngste gerade mal zwei Stunden alt) und beide Kinder durften eines der Kälbchen-Zwillinge mit der Flasche füttern. Auch das erste der vielen Lämmchen durften wir füttern und somit war auch die dritte unserer Inseln voller Highlights für uns!

Jetzt sind wir kurz zu Hause zum auspacken, waschen und wieder packen, bevor wir morgen früh auf die letzte unserer Ferieninsel fliegen.

Weitere Fotos, wie immer auf unserer Flickr Page, siehe Link links.

Unseren neuen Zeitungsartikel findet ihr hier.
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Hoy 
Wednesday, 02.April 2014, 16:53
Posted by Matthias
Wir sind schon wieder zurück von unserer Expedition nach Hoy. Legalistisch betrachtet waren wir noch auf einer zweiten Insel namens South Walls, wo unser Hotel stand. Die beiden Inseln sind durch einen sehr schmalen Damm verbunden und wenn man die Leute fragen würde, ob es nun zwei Inseln sind, bekäme man als Antwort wohl mehr als nur ja oder nein.

Nach unserer Ankunft auf Hoy fuhren wir direkt nach Rackwick, einer Ortschaft, wenn man sie überhaupt so nennen kann, wie es sie kein zweites Mal in Orkney gibt. Eingerahmt von steilen Hügeln und nur durch eine lange einspurige Strasse zu erreichen, mit einem wunderschönen Strand und gesäumt von hohen Klippen. Überhaupt sind die Hügel in Hoy noch viel spektakulärer von nahem. Wenn man sie auf einer Karte betrachtet, denkt man: Knapp 500m hoch, abgerundet, ein Hügel halt. Aber mit den waldbewachsenen gemütlichen Hügeln der Schweiz haben sie nichts zu tun. Wenn man an der Basis eines dieser Hügel in Hoy steht und den Kopf weit in den Nacken werfen muss um bis nach oben zu sehen, dann kommt einem nur noch ein Wort in den Sinn: Berge! Und wenn man sich vom Meer her annähern würde, wo der Anstieg noch steiler ist mit bis zu 320m hohen Klippen, gibt es nur noch Superlative. Wir haben uns für eine Zwischenlösung entschieden und sind von Rackwick aus den Klippen entlang zum Old Man of Hoy gewandert. Der Old Man ist ein 137m hoher freistehender schmaler Felsen im Meer, der sich vor ein paar Hundert Jahren von den Klippen gelöst hat. Unser Besuch dort war nicht sehr lange, da der Wind vom Land her blies, was das Bewegen nahe am Klippenrand etwas gfürchig machte. Ein Old Man genügte, wir brauchten nicht noch einen Dead Man.



Nach der Rückkehr nach Rackwick erkundeten wir noch den Strand mit den verschieden-farbigen Steinen (siehe auch 'Unsere Orkney Fotos') und dem vielen topfebenen Sand bei Ebbe. Wir liefen bis an den Rand des Strands, wo die Klippen 170m senkrecht in den Himmel steigen.

Auf dem Weg zum Hotel gab es noch einen kleinen Abstecher zum Dwarfie Stone. Es ist ein 8.5m x 2.5m grosser Felsen, der vor ca. 5'000 Jahren mit Steinwerkzeugen ausgehöhlt wurde. Der einzige seiner Art in Grossbritannien. Der Weg zum Hotel führte der Halbmarathonstrecke entlang, die ich im Juni rennen werden. Die vielen Auf- und Abstiege auf der Strecke haben mich fast etwas geschockt. Obwohl ich das Profil schon kannte, war es doch etwas anderes, alles mit den eigenen Augen zu sehen.

Den zweiten Tag verbrachten wir auf der südlichen Hälfte der Insel (oder eben teilweise in South Walls ...). Auch hier hatte es an der Küste wieder fantastische Felsgebilde, wie fast überall in Orkney. Wir sahen zwei Gloups und zwei Felsbrücken auf kleinstem Raum. Ein Gloup ist ein Loch weg von den Klippen, welches unterirdisch mit dem Meer verbunden ist. Daneben sieht man im Süden von Hoy aber vor allem eines: Krieg. Natürlich keinen aktuellen, aber Bauten aus 150 Jahren Krieg von den Napoleonischen Kriegen 1810 bis zum zweiten Weltkrieg. Der grösste Teil der Bauten ist zwar abgebaut, aber fast überall, wo man hinsieht sind noch Reste von Baracken, Öltanks, Pumpstationen, Kanonentürme, usw. Vor der Küste von Lyness lag 1919 die gesamte deutsche Kriegsmarine vor Anker bevor sie sich selber versenkte. Sieben Schiffe davon liegen immer noch auf dem Meeresgrund. Das Ganze hinterlässt zwiespältige Gefühle. Wenn man dieses Gefühl noch intensivieren will, kann man mit dem Auto auf die Anhöhe Wee Fea fahren um die dortige Kommunikationsstation anzusehen. Man kann sich im Gebäude frei bewegen, wenn man das wollte, aber das Ganze ist wie direkt aus einem Horrorfilm mit dunkeln Gängen und vielen Räumen. Man würde nicht mal merken, wenn man vor Angst in die Hosen macht, denn alles ist Zentimeter dick mit Schafkot bedeckt. Die Schafe haben das Gebäude in Beschlag genommen und das macht die Sache noch unheimlicher, wenn einem in einem Raum plötzlich Schafe anschauen und in einem Gang ein (halb?)totes Schaf liegt. Nichts für schwache Nerven.

Trotz diesem Abschluss war Hoy ein voller Erfolg, v.a. der Norden mit den Bergen(!) hat es uns angetan, insbesondere, weil es so anders ist, wie alles was wir bisher in Orkney gesehen haben.

Die Englisch sprechenden unter Euch interessiert evtl. der englische Blog Eintrag über Hoy, da dieser durch Natalie geschrieben wurde und das ganze aus ihrer Sicht beleuchtet ...

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Ferien! 
Saturday, 29.March 2014, 20:37
Posted by Matthias
Unsere Frühlingsferien haben nun begonnen und sie kommen genau in der Hälfte unseres Aufenthalts hier in Orkney. Vom Feeling her wird es vermutlich auch eine ‚vor den Ferien‘ und eine ‚nach den Ferien‘ Zeit geben. Das fängt schon damit an, dass wir, wie in der Schweiz, in der kommenden Nacht auf Sommerzeit umstellen. Das heisst, dass am ersten Schultag nach den Ferien um 6:00 Sonnenaufgang und um 20:30 Sonnenuntergang ist. Somit müssen wir schauen, dass wir zumindest das Schlafzimmer der Kinder etwas verdunkeln können, sonst schlafen sie bald die ganze Nacht nicht mehr. Vorgestern bei meiner Heimfahrt vom Leichtathletik habe ich festgestellt, dass das mit grösster Wahrscheinlichkeit das letzte Mal war, das ich hier in Orkney im Dunkeln Auto gefahren bin. Damit ich wenigstens meine super Stirnlampe nochmals benutzen konnte, habe ich gestern meinen ersten Abendlauf gemacht um 21h. Schon noch ziemlich speziell, so alles ohne Strassenbeleuchtung und nur mein Licht über abgelegene Strassen.

Was unseren Aufenthalt aber wohl am Meisten in vor und nach den Ferien teilt sind unsere Besucher, die wir hier auf Orkney sehr zahlreich begrüssen dürfen. Vor den Ferien: 0 Besucher an 0 Tagen, nach den Ferien: 21 Besucher an ca. 45 Tagen. Natürlich freuen wir uns sehr, allen die tollen Inseln zu zeigen und hoffen, dass die einen oder anderen auch etwas vom Orkney Fieber gepackt werden (wenn auch vielleicht nicht ganz so stark wie uns).

Nicht nur wir bekommen Besuch, ganz Orkney wird ab dem Mai wohl ziemlich transformiert sein mit vielen ankommenden Touristen, nicht zuletzt von den vielen Kreuzfahrtschiffen, die hier anlegen über den Sommer. Ich habe schon den besten Platz rekognosziert um coole Fotos von den einfahrenden Monsterschiffen zu machen. Dick angestrichen in meiner Agenda sind der 27. Mai und der 5. Juli. An letzterem legen nicht weniger als drei(!!) Kreuzfahrschiffe in Kirkwall an mit einer totalen Passagieranzahl von 6‘900! Das muss ich gesehen haben, wie man sich mit dem Schuhlöffel durch die Strassen von Kirkwall kämpfen muss. Ich habe gehört, dass auch schon einfach die Hauptstrasse gesperrt wurde, da die Einkaufsstrasse keine Chance hat so viele Menschen aufzunehmen.

Bis dahin üben wir uns aber auch erstmal noch als Touristen. Unsere Pläne wurden in diesem Blog ja bereits beschrieben. Neu ist noch Hoy dazugekommen, das wir nächsten Montag und Dienstag besuchen wollen. Leider ist es noch nicht definitiv, weil das Fährenbüro von Samstag 14:30 bis Montagmorgen einfach geschlossen ist und wir etwas spät dran waren mit buchen, weil wir noch den neusten Wetterbericht abwarten wollten. Jetzt müssen wir einfach hoffen, dass wir noch ein Plätzchen finden, da das Hotel schon gebucht ist.

Langsam merkt man bei den Kindern, dass sie beginnen in Englisch zu denken. Gewisse Ausdrücke übersetzen sie bereits direkt aus dem Englisch, wenn sie deutsch sprechen. Maleah sagte letzthin: „Muss ich den Knopf uhrweise oder gegenuhrweise drehen?“ (clockwise, anti/counterclockwise). Nanouk hatte heute zu wenig Geld und sagte:“Ich bin neun Pence zu kurz.“(nine pence short). Eigentlich ist er viel mehr als neun Pence zu kurz ;-) . Bei Nanouk stellt man auch fest, dass er auf deutsch den typischen Orkney sing-sang spricht. Die Orkadier gehen oft mit dem Sprachton auf und ab, wenn sie sprechen und am Ende des Satzes hoch. Auf Englisch machen wir das mittlerweile auch ein bisschen so, v.a. wenn wir mit den Einheimischen sprechen.

So, genug für heute ... Nach, oder hoffentlich auch zwischen den Ferien, wird es hier an dieser Stelle Berichte über unsere Inselabenteuer geben. Das Wetter sieht im Moment recht vielversprechend aus, wenig Wind, kaum Regen und nicht zu kalt.
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update 
Wednesday, 26.March 2014, 12:18
Posted by Natalie
Diejenigen von euch, die auch ab und zu in den Englischen Blog schauen, werden gemerkt haben, dass die Inhalte da manchmal ziemlich verschieden sind und es sich vielleicht lohnt, auch da hie und da reinzugügseln. (Link links)
Je mehr hier los ist, desto weniger Zeit haben wir für Blogs (was ziemlich doof ist, weil es dann ja mehr zu berichten gäbe) aber obwohl wir versuchen beide Blogs up-to-date zu halten, kann es gut sein, dass einiges nur in einem Blog besprochen wird.

Hier also eine Zusammenfassung der letzen zwei Wochen (Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht!)

Ich war mit Maleah und ihrer Klasse in der Kathedrale, die umwerfend ist! Bilder dazu in Maleahs Klassenblog.

Nanouk hat mit seiner Klasse ein tolles Musical aufgeführt! Er war ein Zombie und hat sowohl seinen Tanz als auch seine zwei Linien sehr gut gemacht! Mehr Fotos auf seinem Klassenblog.


Auch habe ich meine Berichte fertig (und maile sie euch gerne, falls sich jemand dafür interessiert) und der neue Artikel für die Lokalzeitung in Wil ist auch verschickt. Jetzt bin ich noch am Artikel für das Lehrerheftli. Geschrieben ist er, aber ich muss ihn noch wacker kürzen...

Morgen gehe ich an ein Vorstellungsgespräch als Krippenhelferin in meiner Lieblingsschule. Minimallohn und wohl entsprechend Mitspracherecht im Alltag, aber eine Möglichkeit etwas mehr in der Schule und bei „meinem“ Team zu sein. Aber ich weiss, dass mindestens drei Leute sich vorstellen können, und bin ziemlich nervös...

Dann war ich gestern an einem „Campcraft Day.“ Da es in Schottland keine fixen Stundentafeln gibt (aber fixe Lernziele) sind die Lehrkräfte viel flexibler und machen (wie es mir scheint) viel mehr „nicht an ein Fach gebundene Stunden“, wie diese Lehrerin, die immer wieder Outdooraktivitäten macht. Wir haben im Schulgelände einen Wind-unterstand gebaut und Feuer ohne Zündhölzer gemacht und dann heisse Schoggi gemacht! Mmm! Mehr Infos auf dem Klassenblog dieser Klasse.

Und ihr seht, (fast) jede Klasse hat hier einen Blog, was vor allem für uns als Eltern sehr spannend ist - aber auch die Kinder selber immer wieder gerne anschauen!

Dann haben wir natürlich auch die Wochenenden genutzt und sind ganz an die Westküste gefahren an einen tollen Strand, der Yesnaby heisst. Nicht so viel Strand, aber viele unglaubliche Klippen und Wellen! Und ein Wasserfall, bei dem wegen des Windes mehr Wasser aufwärts floss! Wahnsinn! (Fotos, wie immer mit dem Link links; mein Lieblingsfoto ist das mit dem riesigen Seastack (Felsenturm) und ganz rechts im Bild seht ihr mich in der grünen Jacke.)

So, ich glaube, das war alles für den Moment! Es ist die letzte Schulwoche, Nanouk und Maleah hatten gestern Explorerday, Nanouk als Eduard Wimper, Englischer Bergsteiger und Entdecker (und Erstbesteiger des Matterhorn) und Maleah als Wikinger-Frau, das gleiche Outfit, das sie auch morgen nochmals zur Schule tragen wird, wenn sie ihr grosses Viking Feast zum Abschluss ihres Wikinger Themas feiern werden! Sie hat angeboten, der ganzen Klasse eine Geschichte vorzulesen.




Nächste Woche gehen wir Island-Hopping! Stonsay, Sanday und Eday mit Auto und Fähre, dann kurz nach Hause, waschen, neu packen und dann noch zwei Tage in North Ronaldsay, die nördlichste aller Inseln, mit einem berühmten Vogel-Observatorium, in der Hoffnung auf möglichst spannende Zugvögel (und vielleicht ein zweiter Besuch des Walrosses, das vor einem Jahr dort war!)

Und wie immer halten wir euch hier auf dem Laufenden!

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Sommertage 
Saturday, 15.March 2014, 21:49
Posted by Matthias
Wir sind wieder zurück zum alten Orkney Wetter mit Sturm, nachdem wir diese Woche zum ersten Mal so richtig frühlingshaftes Wetter erleben durften. Dienstag und Mittwoch stiegen die Temperaturen einiges über 10 Grad, was an und für sich noch nichts heisst, denn im Moment (abends nach 8 Uhr) haben wir auch 9 Grad, aber die Sonne scheint nicht, und der Sturm bläst mit bis 70 km/h. Am Dienstag war das anders mit Sonnenschein pur und praktisch ohne Wind. Ich habe die Gelegenheit gepackt und bin auf eine grössere Velotour von Kirkwall aus, wo mich Natalie mitgenommen hat auf dem Weg in die Schule, die sie gerade besuchte. Der erste Stopp war bei einem der höchsten Punkte auf der Hauptinsel, dem Wideford Hill. Dort gab es auch noch eine 5000 Jahre alte Grabkammer zu bestaunen. Nach diesem Abstecher waren die Handschuhe und das Stirnband im Rucksack verstaut und je weiter meine Reise ging, desto eher musste ich meine Ärmel nach hinten schieben, um nicht zu überhitzen. Ich hatte mir eine Route ausgesucht, die so gut es ging nicht über Hauptstrassen führte und zwischendurch war ich auch tatsächlich auf kleinen Strassen unterwegs in Gegenden, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Mal abgesehen davon, dass es keine Füchse gibt in Orkney. Hasen und Kaninchen sehe ich mittlerweile übrigens fast jedes Mal, wenn ich joggen gehe und auch die Vogelvielfalt hat schon deutlich zugenommen. Hier hat es auch so komische Vögel, die Piepen so wie wenn man auf ein quietschendes Kinderspielzeug steht. Bisher habe ich noch nicht herausgefunden, was für welche das sind. Meine Velotour führte mich dann über Kirkwall wieder ganz zurück nach Hause in Deerness, wo ich den Rest des Nachmittags leicht bekleidet auf dem Bänklein vor dem Haus noch mehr Sonne tankte. Am Mittwoch war es noch wärmer und noch windstiller (in Orkney gibt es verschiedene Grade von Windstille ...), doch leider mussten wir alle arbeiten. Immerhin konnte ich das Mittagessen draussen geniessen.

Normalerweise hört man hier wenn man draussen ist nur das Rauschen des Windes in den (wenigen) Büschen, im Gras oder an den Leitungen. Wenn es mal windstill ist, hört man hier aber Geräusche von enorm weit her. Es gibt hier praktisch keine Häuser und keine Bäume, welche die Töne absorbieren würden. Ein paar Mal diese Woche habe ich gemeint, es sei jemand bei uns gleich neben dem Haus oder es fahre jemand zu unserem Haus, dabei waren es die Nachbarn 200m entfernt oder ein Auto auf der Hauptstrasse 300-400m entfernt.

Wir hoffen, dass wir bald wieder in den Genuss von solchen schönen Tagen kommen. Bis auf weiteres sieht es aber leider nicht danach aus. Einige Leute hier haben auch schon gesagt, dass das vielleicht schon unser Sommer war. Ganz ernst zu nehmen ist diese Bemerkung aber wohl nicht.

Morgen unternehmen wir vielleicht noch einen Ausflug zu den hohen Klippen der Westküste. Die sind sicher speziell imposant in einem Weststurm. Schliesslich muss man aus dem Wetter machen, was man kann. Je nach dem gibt’s dann wieder Fotos unter dem Link links ‚Unsere Orkney Fotos‘.
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